Trinken, bevor der Durst kommt
Wer Sport treibt, schwitzt und verliert Flüssigkeit. Je nach Intensität
können das durchschnittlich 1 bis 1,5 Liter pro Stunde sein. Wohlgemerkt: Zusätzlich
zu den 1,5 bis 2 Litern Wasser & Co., die auch ohne Sport täglich benötigt
werden. Wenn dieses Defizit nicht rechtzeitig ausgeglichen wird, erfolgt ein Abzug
der Flüssigkeit aus dem Blut und aus dem Gewebe: Das Blut fließt langsamer,
die Versorgung der Muskelzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen stockt. Das
kann zu Schwindelgefühlen, Durchblutungsstörungen, Muskelkrämpfen
und Erbrechen führen.
Als Faustregel gilt:
• Schon vor dem Sport Flüssigkeitsdefizite ausgleichen,
• Bei sportlichen Aktivitäten, die länger als 45 Minuten
dauern, öfters zwischendurch kleine Flüssigkeitsmengen
aufnehmen.
Wer seinen Wasserverlust genau ermitteln möchte, wiegt sich vor und nach dem
Sport. Die Differenz ergibt die Menge des verlorenen Schweißes.
Ein besonders empfehlenswerter Durstlöscher ist neben Mineralwasser die so
genannte Sport-Schorle. Sie besteht aus natrium- und magnesiumhaltigem Mineralwasser
gemischt mit Fruchtsaft, z. B. Apfel- oder Traubensaft; vor dem Sport im Verhältnis
1:3, während der Belastung 1:5, danach 1:1. Daneben gelten auch Leitungswasser,
Kräuter- oder Früchtetees, verdünnte Gemüsesäfte und kalium-
und magnesiumbetonte Elektrolytgetränke (isotonische Getränke) sowie fettarme
Gemüsebrühen als geeignete Sportgetränke. Stark koffeinhaltige und
alkoholische Getränke sind nicht empfehlenswert, vor allem, weil sie diuretisch
wirken, d. h. eine verstärkte Flüssigkeitsabgabe über die Niere zur
Folge haben. Eiskalte oder stark kohlensäurehaltige Drinks eignen sich für
einen schnellen Flüssigkeitsersatz ebenso wenig wie zuckerreiche Limonaden.
Mit Zwischenmahlzeiten gegen das Leistungstief
Zwischen den Hauptmahlzeiten halten kleine Energiesnacks den Blutzuckerspiegel konstant
und helfen, Leistungstiefs und Konzentrationsschwäche vorzubeugen. Zusätzlicher
Vorteil: Sinnvolle Zwischenmahlzeiten ergänzen die Basisversorgung mit lebenswichtigen
Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Außerdem werden aus kleinen,
über den Tag verteilten Portionen die Nahrungs-Inhaltsstoffe anscheinend besonders
gut aufgenommen. Dabei ist natürlich darauf zu achten, dass die Gesamtkalorienaufnahme
am Tag den Energiebedarf nicht überschreitet. Auch für diese "Snacks"
gilt demnach: Sie sollten kohlenhydratbetont und gleichzeitig fettarm sein. So genannte
"versteckte Fette" machen aus einem Stück Kuchen oder einem Wurstbrot schnell
eine schwer verdauliche Kalorienbombe. Bestens als Zwischenmahlzeit geeignet sind
z. B. dünn mit fettarmen Wurst- oder Käsesorten belegte Vollkornbrote,
Vollkornkekse, frisches Obst wie Bananen, Äpfel, Birnen oder fettarme Milchmixgetränke.