Eiweiß - es muss kein Riesensteak sein

Sport erhöht den Eiweißbedarf bei weitem nicht so stark, wie oft vermutet wird. Selbst in Trainingsphasen, in denen Muskelmasse aufgebaut wird, genügen 0,8 g Eiweiß pro kg Körpergewicht und Tag. Unsere durchschnittliche Mischkost enthält in etwa die doppelte Menge. Eine Eiweißzufuhr, die weit über den Bedarf hinausgeht, wird nicht zum Muskelaufbau verwendet, sondern zur Energiegewinnung oder zum Fettdepotaufbau. Sie belastet so die Nieren. Als wertvolle tierische Eiweißlieferanten bieten sich neben Milch und Milchprodukten fettarmes Fleisch und Fisch an. Durch sinnvolle Kombination werden pflanzliche Eiweißquellen den tierischen gleichwertig - mit dem Vorteil, weniger unerwünschte Stoffe, wie z. B. Fett, Cholesterin und Purine zu enthalten. Günstige Kombinationen sind: Kartoffeln und Ei, Kartoffeln und Milch, Getreide und Milch, Getreide und Hülsenfrüchte.

Besonders wichtig: auf die Nährstoffdichte achten

Mit steigendem Energiebedarf und aufgrund der Verluste mit dem Schweiß brauchen Sportler mehr Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Grundsätzlich gilt: Wer Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte, also einer möglichst großen Menge an wertgebenden Inhaltsstoffen pro Kalorie, bevorzugt, kann diesen erhöhten Bedarf abdecken. Es wird dennoch häufig empfohlen, ergänzend Vitamine und Mineralstoffe in Form von Spezialpräparaten oder Iso-Drinks aufzunehmen, weil der Gehalt an wertgebenden Inhaltsstoffen in Lebensmitteln starken Schwankungen unterliegt. Sofern dies in physiologischen Dosierungen geschieht, ist dagegen nichts einzuwenden. Denn eine Zufuhr, die geringfügig über den Bedarf hinaus geht, steigert zwar die Leistung nicht, sie ist für Gesunde aber in der Regel auch nicht schädlich.



TIPP: Mehr Information und eine Auswahl an Broschüren zum Thema gibt es beim:
Institut für Sporternährung, In der Aue, 61231 Bad Nauheim, Tel. 06032/71200, www.isonline.de

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